Global denken, lokal handeln
WITTLICH. Wittlich fängt im Klimaschutz nicht bei
Null an. Das ist das Ergebnis einer Bestandsaufnahme
der Verwaltung. Diese wurde als Reaktion auf einen
SPD-Antrag vom März 2009 nun dem Stadtrat vorgelegt.
Der
Beitritt zum Klimabündnis, Einkauf klimafreundlicher
Produkte, das neue Rathaus im Passivhausstandard,
Energie- und Klimaberatung, Berücksichtigung der
Energieeffizienz in der Bauleitplanung, das sind
Forderungen, die die SPD-Fraktion mit ihrem Antrag
zur Aufstellung eines Klimaschutzplanes stellt. Im
Mittelpunkt des Antrages steht jedoch die
mittelfristige Aufstellung einer
Klimaschutzstrategie für Wittlich, bei der sich auch
Privatleute, Gewerbe und Industrie und die in
Wittlich ansässigen Institutionen beteiligen sollen.
Vom
globalen Problem des Klimawandels ist Wittlich in
zweierlei Hinsicht tangiert. Auch wir tragen durch
unser Wirtschaften und Handeln unseren Teil zur
Belastung der Atmosphäre mit Schadgasen bei. Die
SPD-Fraktion bekennt sich mit ihrem Antrag zur
globalen Verantwortung. Aber auch die
Wittlicherinnen und Wittlicher werden durch die
weltweiten Entwicklungen beeinflusst. Die
dramatischen Ölpreissteigerungen des Jahres 2008,
auf die niemand reagieren konnte, haben vor Augen
geführt, wie empfindlich die Wirtschaft und die
privaten Haushalte getroffen werden können.
Ein Umdenken der
Weltgemeinschaft ist überfällig. Je später dieses
passiert, um so teurer wird die Bewältigung der
Folgen des Klimawandels für uns alle werden. Es ist
nicht nur ökologisch erforderlich, sondern auch
ökonomisch sinnvoll, bereits heute die Weichen zu
stellen. Die Stadt Wittlich soll nach Vorstellung
der SPD-Fraktion eine Vorreiterrolle im Kreis
übernehmen. Sie hat daher alle Fraktionen
aufgefordert, in einen Wettbewerb der Ideen zum
Klimaschutz einzutreten.